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Graue Haare durch Stress

 

© Pixel-Shot AdobeStock 400694009
Dass die Haare im Alter ihre ursprüngliche Farbe verlieren, zunächst grau werden und dann sogar weiß, ist ein natürlicher Prozess. Dieser Vorgang lässt sich nicht umkehren und das altersbedingte Ergrauen lässt sich höchstens mit Haarfarbe überdecken, aber nicht rückgängig machen oder verhindern. Der natürliche Alterungsprozess ist jedoch nur eine Ursache für graue Haare. Auch andere Ereignisse können dazu führen, dass die Haare grau werden. Dazu zählen traumatische Erlebnisse, Krankheiten oder auch eine ungesunde Ernährung. Tatsächlich kann auch viel Stress der Auslöser dafür sein, dass die Haare vorzeitig ergrauen. Bei Stress reagiert der Körper mit der Ausschüttung von Stresshormonen, unter anderem Noradrenalin. Dieses wirkt sich negativ auf die Stammzellen aus, die zu den Zellen werden, die dafür zuständig sind, Pigmente zu produzieren. In der Folge gibt es weniger Zellen, die ebendiese Pigmente produzieren, und ohne Pigmente verlieren die Haare ihre Farbe. Dieses Ergrauen durch Stress passiert in aller Regel nicht von einem Tag auf den anderen. Vielmehr ist es ein langsamer Prozess, der auch nicht unbedingt direkt auffällt. Stress beeinflusst nicht nur die Haarfarbe, sondern kann auch dazu führen, dass es zu Haarausfall kommt. Die nachwachsenden Haare sind dann grau, was erst deutlich wird, wenn genug graue Haare nachgewachsen sind, dass es auffällt bzw. wenn diese eine gewisse Länge erreicht haben. Haare wachsen aber nur langsam, ungefähr einen Zentimeter im Monat. Stressbedingtes Ergrauen der Haare ist deswegen etwas, was erst deutlich wird, nachdem das Problem schon seit einer ganzen Weile seinen Anfang genommen hat.

Zu viel Stress ist in unserer heutigen Zeit ein stetig größer werdendes Problem. Die Gesundheitsschäden, die darauf zurückzuführen sind, häufen sich zunehmend. Dabei ist Stress im Grunde ein Verbündeter des Körpers, um das Überleben zu sichern. Die ausgeschütteten Stresshormone sorgen für eine kurzzeitig höhere Leistungsfähigkeit. In der Geschichte der Menschheit waren diese Stressreaktionen ursprünglich dazu da, Feinden zu entkommen oder diese erfolgreich zu bekämpfen. Nur, dass der Feind damals beispielsweise ein Säbelzahntiger war und nicht das zu hohe tägliche Arbeitspensum. Früher war eine Stresssituation ein Ausnahmezustand, nachdem sich der Körper auch wieder erholen konnte. In der heutigen Zeit hat Stress vollkommen andere Ursachen, beispielsweise soziale Belastungen, hoher Zeitdruck oder ähnliche Faktoren. Ein gewisser Stresspegel ist oft Alltag und so findet der Körper die benötigten Erholungspausen nicht mehr. Es ist also nicht so, dass Stress grundsätzlich der Feind ist. Im Gegenteil, kurze Stressphasen können sogar die Leistungsfähigkeit erhöhen. Insgesamt sollte der Stresspegel aber in einem gewissen Rahmen bleiben und vor allem nicht zum ungesunden Dauerzustand werden.

Bekommt man den Stress wieder in den Griff, kann sogar die natürliche Haarfarbe wieder zurückkehren. Im Gegensatz zum natürlichen Alterungsprozess ist es bei stressbedingtem Ergrauen der Haare also möglich, diesen Vorgang wieder umzukehren. Die entsprechenden Zellen können sich unter Umständen wieder erholen.
Um dem Stress entgegenzuwirken, gibt es einiges, was man tun kann: Ganz wichtig sind ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung. Den Schlaf braucht der Körper zur Erholung und Regeneration. Bewegung bildet einen Ausgleich, trainiert das Herz-Kreislauf-System und ist auch gut für das Immunsystem. Wichtig ist es auch, im Alltag Zeit für Entspannung einzubauen. Ob man dem persönlichen Stress am besten durch ein sportliches oder handwerkliches Hobby, durch Musikhören oder Lesen entgegenwirken kann, ist dabei nicht entscheidend. Wichtig ist, dass man seine persönliche Art des Entspannens und Abschaltens findet und sich genügend Zeit dafür nimmt, damit der Stress nicht überhand nimmt.
Ein wichtiger Faktor für die Gesundheit, vor allem in stressigen Zeiten, ist auch die richtige Ernährung. Die Grundlage dafür sind möglichst viele pflanzliche Lebensmittel, also sehr viel Obst und vor allem Gemüse. Darin stecken wichtige Vitamine und andere Nährstoffe. Auch Antioxidantien sind hilfreich, denn sie wirken sich positiv auf die Abwehrkräfte aus und helfen, freie Radikale in Grenzen zu halten. Letztere schädigen wiederum die Zellen. Mit einer optimalen Nährstoffversorgung übersteht der Körper Stress besser und die Chance, dass sich die Zellen und damit die Haare vom Stress wieder erholen, steigt ebenfalls.
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